Erfahrungen mit mobilen Clients und HOB RD VPN

Posted by Heinrich Fau Tue, 30 Sep 2008 13:11:00 GMT
Einführung:

Dieser Beitrag soll Erfahrungen mit Mobilen Devices, wie PDAs, Smartphones und Handys in Verbindung mit HOB RD VPN dokumentieren. Nicht zuletzt mit dem Ziel den Nutzen und Möglichkeiten aufzuzeigen.

Wer kennt das nicht, man nutzt verschiedene Geräte, um irgendwie mit der Firma, Zuhause oder auch mit „wem auch immer“ zu kommunizieren. Wir nehmen dazu in Kauf, unterschiedliche Geräte zu verwenden. Die Produktbandbreite ist groß. Vom kleinen Handy, bis zum ausgewachsenen Desktop PCs. Dazwischen angesiedelt sind PIMs, PDAs, MDAs/Handhelds, Table PCs u.a.. Oft werden hierzu unterschiedliche Anwendungen angeschafft, aufwändig implementiert und später verwaltet. Kunden fragen nach Lösungen, vor allem nach ihren Vorstellungen. Meist begehen die Anbieter den Fehler, in dem sie versuchen ihr Produkt umzubiegen. Und plötzlich wird aus „ganz einfach“ ein „umständlich bis nicht mehr bedienbar“ gemacht. Kaum zu glauben, aber mit unserem RD VPN haben wir selbst ein „General Access Tool“ an der Hand, mit dem sich allerlei erledigen lässt und die Bedienung an Einfachheit kaum zu überbieten ist.

Mobil kommunizieren und was will man dabei erreichen?

Früher nahm ich immer mein Notebook mit, einen „Schlepptop“ also. Heute nur noch in Ausnahmen. Denn mit RD VPN habe ich eine Zugangsmöglichkeit zu allen Ressourcen, die ich nutze oder gar nutzen will. Ich darf aber die Anforderungen nicht überstrapazieren. Zu einem hängt es mit dem „Interface“ - denn mit einem 1,5 Display ist nun mal nicht alles darstellbar. Zu anderem mit dem Bedarf zusammen – eine Email muss nicht zwangsläufig am Notebook abgerufen werden. Mit dem Bedarf meine ich die Smartphone- und Handy Nutzer, denn der Einsatz unseres RD VPN via NC/PC-Browser ist hinlänglich bekannt.

Kaum einer unserer Kunden nutzt aber RD VPN mit Smartphones und Handys. Und da kommt die eigentliche Überraschung! Jawohl, das geht gut, sogar sehr gut! Bereits vor einigen Jahren habe ich meinen Nokia Communicator 9300 für E-Mails genutzt. Denn Handys & Co. mit E-Mail Client und SSL Fähigkeit können es allemal. Die Einrichtung eines Email Kontos / Abrufes ist wirklich einfach. In den Email Kontoeinstellungen IMAP oder POP auswählen, Kontobezeichnung, Email-Adresse, Usernamen und Password, sowie Server und Download-Größe eingeben, Verschlüsselung aktivieren – und schon flutsch es. Egal, ob es für den Privat- oder Firmenaccount geschehen soll.

Ich kenne viele Blackberry Nutzer und höre immer wieder, wie toll es ist, Emails gepusht zu bekommen. Die Firmen richten tatsächlich eine parallele Nachrichtenwelt zu ihren Terminal Server Szenarien ein. Reden von der Sicherheit, kommunizieren sie aber doch über Dritte. Ist schon etwas grotesk – man predigt Sicherheit und lässt andere gewähren…

HOB RD VPN und der versteckte Mehrwert!

Unsere zentrale Access-Komponente ist der Web-Secure-Proxy. Einmal vorhanden, kann ich auf Blackberry verzichten (oder dessen Email Client anders verwenden) – habe den Email-Abruf als ein Add On", quasi umsonst! Verständlich, beim BB spare ich mir ein Paar Tastendrücke. Bei einem automatischen Emailabruf zieht aber dieses Argument nicht mehr.

Nachfolgend zeige ich Ihnen einige Erfahrungen mit verschiedenen Handys und Smartphones auf.

Erfahrungen mit Nokia:

Egal, was man von Nokia nimmt – Smartphone, z.B. E-Serie, N-Serie und andere mit E-Mail Clients – die Einrichtung für den E-Mail Empfang und Versand ist einfach und schnell. Ein Riesenvorteil dabei ist die direkte, SSL gesicherte Kommunikation, ohne irgendwelche Zwischenstationen.

Nokia Communicator 9300 (GSM/WLAN)

Damals ein Alleskönner! Die Einrichtung war sehr einfach, eben wie oben beschrieben. Trotzdem, ich habe mich meistens auf den E-Mail Abruf über WLAN Netze fokussiert, da Abrufe über GSM sehr teuer waren – Abrechnung nach Datenvolumen - gerade bei großen Anhängen! Trotzdem, auch die Anhänge waren jederzeit sichtbar, egal ob es Bilder, Powerpoint-, PDF-, Word- oder Excel-Dateien waren.

Bekanntlich nutzt Nokia Symbian BS. Meines Wissens nach stehen noch keine JVMs zur Verfügung, über die wir am Terminalserver arbeiten könnten. Somit beschränken sich Nokia Geräte auf Emails und Anhängen. Trotzdem, gerade hier sieht der Anwender den größten Nutzen und erwartet auch nicht mehr!

Nokia E50 – mein aktuelles Autotelefon:

Die E-Serie ist für ihre PIM Möglichkeiten (Personal Information Manager) bekannt. Synchronisieren von Outlook Emails, Kontakten und Adressen geht sehr schnell und die Einrichtung ist absolut problemlos. Sonst ist die Handhabung wie beim Communicator. Nur das Display ist schon arg klein. Die anderen E-Serie Geräte sind da besser, da sie über größere Bildschirme verfügen. Besonders zu empfehlen ist das Smartphone Nokia E 71. Neben der Tastatur, einem sehr guten Bildschirm und Unterstützung von UMTS, HSDPA und WLAN ist da Ding ein idealer Begleiter für den Nomaden unter uns. Die Einrichtung folgt der altbekannten, einheitlichen Menüstruktur der Nokia Familie.

Nokia N-Serie:

Nachdem ich negative Erfahrungen mit Samsung gesammelt habe (3-mal defekt!), bekam ich das Nokia N82. Ein echtes Multimedia Handy, inkl. WLAN! Sehr schnell beim Datenabruf, kompakt und ausreichend in der Visualisierung. Eigentlich mein Favorit.

Nun fragt man sich, wie man E-Mails mit einer Handy-Tastatur schreibt. Ganz einfach, die T9 Funktion macht es easy (geht übrigens in der neuen E & N Serie). Das N82 von Nokia verfügt über ein Navigationssystem, das auch hervorragend funktioniert! Allerdings steht es für andere Geräte ebenfalls zu Verfügung. Übrigens, die Akkuleistung der Nokia Geräte ist soweit zufriedenstellend. Auch beim N82, das trotz WLAN Nutzung erst nach 3 Tagen ans Ladegerät musste.

Samsung SGH U700:

Ein Design-Sahne-Stück, allerdings unausgereift und langsam. Es hat einen Email Client Onboard und kann SSL. Die Einrichtung ist ein Bisschen umständlich. E-Mail Abrufe funktionierten nicht immer, das Handy hat sich öfters einfach aufgehängt. Hinzu kamen Qualitätsfehler, der Chrom blätterte ab. Die Empfangseigenschaften waren dürftig und vor allem die Akkuleistung, mit 280 Std Standbyzeit angegeben, war nie zu schaffen. Ohne es zu benutzen war der Akku schon nach 3 Tagen (!) alle. Unterwegs schon nach einem Tag!

Erfahrungen T-Mobile MDAs:

Auch hier ist der Abruf von Emails genauso einfach. Aber hier geht mehr – abhängig von der Bildschirmgröße kann ich auch beliebige Terminalserver erreichen. Dazu musste man früher „Creme-Java“ erwerben und installieren. Ein Bisschen umständlich, aber die Ergebnisse überzeugten so manchen Anwender. Einer Sache konnte man sich sicher sein – der Aha-Effekt war auf unserer Seite.

Zwischenzeitlich ist es einfacher. Man lädt sich das kostenlose MS-Tool „.NET Compact Framework“, eine zusätzlich Betriebssystemkomponente, runter und installiert diese am Mobile Device. Das ".NET Compact Framework" ist eine hardwareunabhängige Umgebung für die Ausführung von Programmen auf Computergeräten mit beschränkten Ressourcen. Dazu gehören nicht nur PDAs (Personal Digital Assistants) wie dem Pocket PC, sondern auch Mobiltelefone, Set-Top-Boxen, Geräte für Autos sowie individuell konzipierte eingebettete Geräte, die mit dem Betriebssystem "Windows CE .NET" erstellt wurden.

Was jedoch schön ist – nach der Authentifizierung am HOB-EA-Server (ja, das geht!) erfolgt kein Java-Applet Download, sondern man kann einfach den vorhandenen Terminalclient nutzen. Bingo - der HOB-Universalclient läuft und eröffnet neue Möglichkeiten.

Der Leser fragt sich wozu denn das Ganze? Der Bildschirm ist doch viel zu klein! In der Tat, nur Freaks würden behaupten, dass man kann damit "normal" arbeiten. Aber hier geht es darum andere Ziele zu erreichen.

Welche denn?

Hierzu ein einfaches Beispiel: Ich bin bei einem Kunden zu Besuch und es fehlt mir eine Präsentation, Angebot oder andere technische Daten. Das hat nichts mit der Vorbereitung zu tun, aber es „öffnen“ sich ggf. neue Tore. Natürlich bin ich bemüht dem Kunden die Infos schnellstens zu übermitteln und vor allem diese mit ihm zu sichten, sie ihm nahe zu legen. Es ist schon ein Highlight, wenn man via MDA eine 10MB Datei per Mail schickt oder gar die Präsentation am MDA zeigt, ohne vorher einen langwierigen Download zu starten. Das weckt die Neugier und zeigt unsere Kompetenz. So etwas ist immer ein Eyecatcher.

Mit dem MDA habe ich die meisten Erfahrungen gesammelt. Es stellt sich dabei eine Frage:

Datenabruf ist doch teuer – jein! Als ein Mobilfunkkunde der T-Mobile habe ich mir vor 2 Jahren eine 3. SIM-Karte, die sog. "Dataoption" (jetzt web'n'walk) angeschafft. Für 5€ waren 5MB enthalten. Kaum zu glauben, aber man kommt damit aus! Mit der Zeit wurden die Preise angepasst. So kosten jetzt 30MB nur 5€!, 40 Stunden/Monat 20€ und Flatrate 39,95€ (Stand 30.09.08). Aber leider gelten die Tarife nur in Deutschland. Firmen schließen jedoch mit den Providern Komplettverträge ab, inkl. Flat und Auslandtarife. Von Kunden hört man, dass durchaus exzellente Konditionen möglich sind!

Erfahrungen mit Apples "i-Phone":

Wer will „Es“ nicht haben… Apple ist Kult! Ich bin ihm auch verfallen – kurzum, wer das Ding einmal in die Hand bekommt, der lässt es nicht so leicht los (ja, ich bin Technik begeistert). Mit dem iPhone habe ich mir Kult, Vor- und Nachteile erworben. Soviel zur rationalen Denke.

Clever verpackt – sind die Verträge der T-Mobile. Nach einer Überprüfung meiner bisherigen Monatsrechnungen stellte ich fest, dass sich ein Tarif und Geräteumstieg durchaus lohnt. Also, für knapp 58 €uronen habe ich den „Complete L“ Tarif der T-Mobile gezeichnet und in 3 Tagen ein 16GB "iPhone" ins Haus geliefert bekommen. Dem iPhone wird ein phänomenales Bedienerkonzept nachgesagt. Aus meiner Sicht stimmt es auch. Es ist unglaublich einfach! Auspacken, SIM-Karte rein, einschalten und es tut´s – ok, so soll es sein. Aber es trifft auch für die anderen Applikationen zu. Übrigens, ein Handbuch sucht man vergebens – irgendwo steht es schon beschrieben. Ich habe es bisher nicht vermisst! Die Multimediafähigkeiten des iPhones/iPods lasse ich links liegen - das ist Freizeit. Dafür begeistern die anderen…

Internet:

Das flutscht wirklich. Der Safaribrowser ist schnell, selbst bei GSM Verbindungen. Bei UMTS/HSDPA und WLAN kommt wahre Freude auf. Das neue Bedienerkonzept bildet ein Interface, was in Richtung Zukunft zeigt. Vergrößern, verkleinern mit Fingerziehen, ohne fummelige Tasten zu suchen. Beim drehen des Gerätes folgt die Bildschirmanzeige der Drehung und man hat quasi eine Breitwandformat Darstellung. Selbst normale, also nicht WAP-optimierte Seiten sind gut zu handhaben.

Email:

Auch am iPhone kann man mehrere Email-Clients einrichten. Ich nutze zwei – HOB und Privat, IMAP und POP. Die Einrichtung geht noch einen Tick einfacher. Allerdings muss sich an die virtuelle Tastatur gewöhnen. Beim IMAP zeigt das iPhone alle Ordner ein und synchronisiert sie beim Aufruf. Und gerade das begeistert – es geht schnell, wirklich schnell! Email und Konto auswählen und schon ist es passiert.

Anhänge:

Alles ist möglich! Nun ja, das zu behaupten wäre ein Leichtsinn. Aber alle Anhänge lassen sich öffnen und betrachten, egal ob es sich um PDF, PPT, DOC, Excel, Bilder Videos u.a. handelt. Hier begeistert am meisten die Darstellungsmöglichkeit, die man mit dem "Fingerzeig" verändert. Da kommt noch keiner mit. Ein Bearbeiten ist hier aber nicht möglich. Ebenso Copy and Paste. Ein grober Schnitzer? Sicher nicht, man will ja Informationen abrufen.

Welches ist das richtige Gerät?

Zunächst stellt man sich die Frage, was meine bevorzugte und realistische Nutzung ist, oder vereinfacht gesagt, wie reagiere ich auf Emails? Diese Frage muss sich, so glaube ich, jeder Handy/Smartphone Nutzer stellen, denn 90% der Nutzer wollen auch diese Funktion nutzen. Einer, der via Emails informiert werden will und als Reaktion meist nur anruft , benötigt keine "richtige" Tastatur, bzw. kommt mit T9 Texteingaben aus. Ein Anderer muss viel schreiben, also sucht sich das halbwegs optimierte Gerät aus, z.B. QUERTZ-Tatstaur. Wobei - es gibt sicherlich viele ultraschnelle User, die mit T9 schneller sind, als manch einer mit der Tastatur.

Einer, der Geschäftsapplikationen nutzen will, der benötigt Geräte, die "ihre" Bandbreite abdecken. Das sind heute die MDAs/PDAs mit Windows Mobile, diverse Nokia Geräte und künftig auch das iPhone. Kaum einer der Anwender will aber auf die integrierten Organizer Funktionen verzichten. Viele nutzen auch die Remote Synchronisierung, die das Blackbarry Konzept liefert. Der Großteil der Nutzer begnügt sich jedoch damit die Synchronisierung am Arbeitsplatz vorzunehmen.

Fazit:

Universal Client wie beim MDA/PDA ist sowohl bei Nokia, als auch bei iPhone (noch) nicht drin. Man muss sich dessen bewusst sein, dass das iPhone eigentlich ein anderes Smartphone ist. Internet und E-Mails sind aber hervorragend abgedeckt – so hat es noch keiner! Für Unterwegs deckt das iPhone meine Anforderungen hervorragend ab. Von den BlackBerry Nutzern oder „Pushmail Junkies“ könnte ein Argument kommen – aber ich habe hier keine Pushmail-Funktion. Alle Smartphone-Clients fragen bei der Konfiguration, wie oft ein Email-Abruf stattfinden soll. Bei aller Ehre, aber eine Email ist keine „Realzeitkommunikation“, d.h., ob sie sofort, in 5, 10 oder 59 Minuten ankommt, dass ist doch nicht relevant und auch nicht beinflussbar - dafür sorgen schon die vielen Spamfilter unterwegs. Die Einstellung geht daher einfach und schnell. Bei einer Flatrate auch kostenmäßig kein Thema.

Die neuen Smartphones haben zwischenzeitlich einen Anteil von knapp 20% erreicht und dieser wird steigen. Haben doch Blackberry, Nokia und iPhone eine neue Ära eingeläutet. Übrigens, der Anteil an Emailbetrachtung am Smartphone ist mit über 80% der höchste. An zweiter Stelle stehen Suchmaschinen… (http://www.sauter-held.de/news/meldung/2008/07/mobiles-web-nur-mit-hightech-smartphones.html).

Was bringt ein SmartPhone mit HOB RD VPN?

Im Artikel wurde über Erfahrungen mit mobilen Clients berichtet. Sicher, all das lässt sich mit anderen Apps erledigen. Pushmails mit Blackberry, Outlook mit WebAccess, Citrix u.a.. Meistens werden dazu irgendwelche Clients benötigt. Bei WM-Devices sogar dazugehörige VPN-Clients und mehr.

Eines soll aber dabei rauskommen – der zentrale Zugangspunkt, also unser HOB WSP. Er vermittelt Sicherheit - die gesamte Kommnikation ist mit SSL verschlüsselt, ist also der zentraler Dreh- und Angelpunkt für alle Applikationen und Zugriffe. Hier soll aber auch klar werden, dass der Client „Draußen“ eigentlich nebensächlich ist. Er muss nur SSL können, zumindest anfänglich. Erst die Anforderungen der Anwender schmieden die Fähigkeiten eines Mobileclients. Stattdessen setzen viele Firme auf mehrere Plattformen, die sich oft mächtig überschneiden, bzw. nur einen Teil ihrer Möglichkeiten nutzen. Ich bin mir sicher, dass hier eine große Verschwendung statt findet. Mit RD VPN steht eine zentrale Remote-Access Komponente, eben ein Secure Communication Server zur Verfügung, in dem ein hohes Konsolidierungspotenzial steckt. Nur wer weiß das schon?



Autor

Henri Fau

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